
Eine gesunde Ernährung kann das Risiko, an Demenz zu erkranken, deutlich senken – selbst wenn bereits frühe Biomarker für Morbus Alzheimer im Blut nachweisbar sind. Das zeigt eine aktuelle Studie des Karolinska Instituts in Stockholm, die im JAMA Network Open veröffentlicht wurde.
Die Entwicklung von Morbus Alzheimer beginnt oft Jahre vor den ersten Symptomen. Bestimmte Biomarker im Blut können frühzeitig auf krankhafte Veränderungen im Gehirn hinweisen. Nicht alle Menschen mit erhöhten Werten erkranken sofort, und es gibt Hinweise auf eine wichtige Rolle der Ernährung.
Forschende analysierten Daten der Swedish National Study on Aging and Care in Kungsholmen (SNAC-K), die seit 2001 Senior:innen begleitet. Dabei wurden drei Ernährungsformen untersucht. Besonders die anti-entzündliche Ernährung zeigte bei Teilnehmenden mit erhöhten Biomarkern eine signifikante Schutzwirkung: Das Demenzrisiko sank um bis zu 29 %. Eine anti-entzündliche Ernährung umfasst vor allem:
Blattgemüse (z. B. Spinat, Grünkohl), Dunkelgelbes Gemüse (z. B. Karotten, Kürbis), Fetter Fisch (z. B. Lachs, Makrele) und Nüsse, Olivenöl und Beeren. Diese Lebensmittel können Entzündungen im Körper reduzieren und möglicherweise das Fortschreiten von Demenz verzögern.
Fazit: Die Studie unterstreicht, wie wichtig eine bewusste Ernährung für die Gehirngesundheit ist – besonders bei erhöhtem Demenzrisiko. Allerdings weisen die Forschenden darauf hin, dass auch weitere Faktoren eine Rolle spielen können.
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