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13. Gerontopsychiatrisches Symposium – (Generalisierte) Angststörungen im Alter

Am 29. September 2021 fand das 13. Niedersächsische Gerontopsychiatrische Symposium mit dem Titel „(Generalisierte) Angststörungen im Alter“ online statt.

In den letzten Jahrzehnten wurde Gerontopsychiatrie häufig mit Demenz gleichgesetzt. In den Medien ist das Thema Demenz inzwischen kontinuierlich vertreten. Die eher leise Symptomatik der Angst im Alter findet nicht die dem Vorkommen entsprechende Beachtung. Dem entgegenzuwirken war wesentliches Ziel der Veranstaltung.

Auf Grund der Pandemie wurde die Veranstaltung online durchgeführt. Trotz oder gerade wegen des online Formats konnten wir über 160 Teilnehmende erreichen, die sich dem oft noch viel zu wenig beachteten Thema der Angststörungen im Alter unter verschiedenen Gesichtspunkten näherten.

Nach einer umfangreichen Einführung in das Krankheitsbild, wurde ein Fallbeispiel betrachtet, welches die Komplexität des Störungsbildes deutlich machte.

Zudem wurden verschiedene Therapiemöglichkeiten beleuchtet. Dabei wurden das klinische und das ambulant psychologische Setting sowie die Möglichkeiten der begleitenden psychiatrischen häuslichen Krankenpflege (p-HKP) in verschiedenen Vorträgen differenziert betrachtet.

Die aus einer Angststörung möglicherweise resultierenden Schwierigkeiten im Alltag, im Zusammenleben und der Zusammenhang mit der eigenen Biographie wurden eindrucksvoll in einem vorab aufgezeichneten Interview veranschaulicht.

In der Mittagspause gab es neben der Möglichkeit zu Netzwerken auch Angebote aus dem Fitness-, Entspannungs- und kulturellem Bereich.

Am Nachmittag wurden mögliche Herausforderungen aufgezeigt, die eine (generalisierte) Angststörung für Mitarbeitende in der stationären Pflege mit sich bringen kann.

In Kleingruppen konnten dann die Inhalte des Symposiums reflektiert werden. Abschließend wurden offene Fragen, kritische Anmerkungen und Verbesserungswünsche im Rahmen einer regen Diskussion im Plenum besprochen.

Das Team des ambet Kompetenzzentrums Gerontopsychiatrische Beratung dankt allen Referent*innen, Unterstützer*innen und Teilnehmer*innen für dieses gelungene Symposium! Wir hatten einen sehr lehrreichen und tollen Tag.

Die Präsentationen und weiterführende Informationen finden Sie unter Dokumente.

13. Niedersächsisches Gerontopsychiatrisches Symposium – Angststörungen im Alter


Am 29. September 2021 findet das Gerontopsychiatrische Symposium mit dem diesjährigen Titel „(Generalisierte) Angststörungen im Alter“ statt.

Angststörungen können die Lebensqualität von Senioren erheblich beeinträchtigen. Unbehandelt verlaufen sie oft chronisch und können zu sozialem Rückzug sowie zu Depressionen, zu Medikamenten- oder zu Alkoholabhängigkeit führen.

Schweren Herzens haben wir uns für ein online Format entschieden. Trotz allem wird dies einen trialogischen, vielseitigen Blick auf das Thema und auch das Netzwerken ermöglichen. Seien Sie dabei!

Hier ein Blick auf das Programm:

13. Niedersächsisches Gerontopsychiatrisches Symposium_2021_online

Anmeldungen bitte an: KoGeBe@ambet.de | 0531 2565794

 

Landesweite Übersicht gerontopsychiatrischer Angebote

Der Fokus unserer Arbeit liegt in der strukturellen Weiterentwicklung und Vernetzung der gerontopsychiatrischen Versorgungsstrukturen in Niedersachsen.

Gemeinsam mit dem Caritas- Forum- Demenz, dem Niedersächsischen Städtetag und dem Niedersächsischen Landkreistag stellen wir die Ergebnisse der gerontopsychiatrischen Angebote in Niedersachsen in einer landesweiten Übersicht zur Verfügung. (Stand 14.05.2021) 

12. Gerontopsychiatrisches Symposium: Extremindividualist*innen in der Gerontopsychiatrie

Wer stört denn da? Extremindividualist*innen in der Gerontopsychiatrie

Es gibt einen Personenkreis, der in kein Versorgungssystem passt: „die Menschen, die keiner haben will“, sogenannte „Systemsprenger*innen“. Diese Extremindividualist*innen werden im Allgemeinen für einen begrenzten Zeitraum in psychiatrischen Kliniken untergebracht und wenn möglich in geschlossene oder „geschützte“ Heime verlegt. Aber was passiert, wenn diese Menschen auch die Systeme der hochstrukturierten Einrichtungen „sprengen“ und dort nicht bleiben können? Diese und weitere Fragen standen während des Symposiums im Vordergrund.

Das 12. Gerontopsychiatrische Symposium konnte auf Grund der aktuellen Pandemie nicht wie gewohnt als ganztägige Veranstaltung in der Akademie des Sports in Hannover stattfinden, sondern wurde in diesem Jahr zum ersten Mal online durchgeführt. Auf der gut besuchten Veranstaltung diskutierten die Teilnehmenden aus verschiedenen Perspektiven über „das System sprengende Personen“. Anja Weiss dokumentierte die vierstündige Veranstaltung durch Graphic Recording (siehe unten).

Nach der Begrüßung durch die Gerontopsychiatrischen Kompetenzzentren und Landesfachstellen Demenz (ambet Kompetenzzentrum Gerontopsychiatrische Beratung und Caritas Forum Demenz) haben Ansgar Piel (Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) und Jeanett Radisch (Landesstelle Psychiatriekoordination Niedersachsen) im ersten Teil der Veranstaltung die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich der Psychiatrie in Niedersachsen dargestellt. Im Anschluss folgte ein Vortrag über „das System sprengende Personen“ von Melanie Bargemann und Lisa Othmer aus dem Caritas Forum Demenz. Im Fokus hierbei stand die Definition der Personengruppe und die Einbettung derselben in die Gesellschaft und das System sowie den damit einhergehenden Problemlagen.

Jeder Workshop stellte eine andere Facette des Themas in den Fokus. Im Anschluss an die interdisziplinäre Diskussion in Kleingruppen wurden Anregungen, Forderungen und Wünsche an das Land, die Kommunen und die Kompetenzzentren formuliert. Ansgar Piel, Astrid Müller (Niedersächsischer Landkreistag), Manuel Stender (Landkreis Hildesheim), Melanie Bargemann und Melissa Braun (ambet Kompetenzzentrum Gerontopsychiatrische Beratung) nahmen die Aufträge aus den Workshops mit in ihre Arbeitsbereiche.

Die Kompetenzzentren nehmen als Impulse der Teilnehmer*innen die folgenden Punkte mit:

• Öffentlichkeitsarbeit in der Bevölkerung und den Kommunen erhöhen

• gesellschaftliche Diskussion zu dem Thema befördern

• Vernetzungsarbeit weiterführen

• schnittstellenübergreifendes Arbeiten intensivieren

Die Gerontopsychiatrischen Kompetenzzentren Niedersachsens werden das Thema der Extremindividualist*innen in der Gerontopsychiatrie in die AG 2 des Landesfachbeirats Psychiatrie Niedersachsen mitnehmen. Das Caritas Forum Demenz wünscht sich die Möglichkeit, gemeinsam mit den notwendigen Akteuren ein Setting entwickeln und testen zu können, in dem Menschen mit hohem individuellen Hilfebedarf eine passgenaue Unterstützung erhalten.

Wir danken allen Referent*innen, Impulsgeber*innen und Teilnehmer*innen für die Teilnahme an unserem ersten online Symposium! Wir hatten viel Spaß und hoffen vor allem, dass Sie neue Erkenntnisse und Anregungen für sich und Ihren Arbeitsalltag mitnehmen konnten.

Die Präsentationen und weiterführende Informationen finden Sie unter Dokumente.

Verrückte Welt?! Wahnhafte Störungen im Alter

Das von ambet e.V. und dem Caritas Forum Demenz veranstaltete Symposium war wieder ein voller Erfolg.

Das mittlerweile 11. Gerontopsychiatrische Symposium in Hannover war mit 190 Teilnehmenden erfolgreich und ausgebucht. Denn auch sein wesentliches Ziel, Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen der Gerontopsychiatrie neue Inputs zu vermitteln und Netzwerke auszubauen, konnte erreicht werden. Das nächste Symposium wird bereits konzipiert. Zurecht ist es ein wichtiger Baustein der Öffentlichkeitsarbeit der niedersächsischen Kompetenzzentren im Caritas Hannover sowie Verein ambet Braunschweig.

Auch im Jahr 2019 wurde wieder ein toller Bogen gespannt: Fachvorträge und Podiumsdiskussion gehörten ebenso zum Programm wie das themenbezogene Theaterprogramm sowie ein Tonbeitrag vom Belastungsempfinden einer Angehörigen.

Die Lebenswelten von wahnhaften Störungen wurden somit auf vielfältige Weise beleuchtet, Einblicke und Ausblicke in Wissenschaft und Praxis möglich gemacht. Ein erstes Resümee ist, dass eine gute Vernetzung über verschiedene gerontopsychiatrische Versorgungsstrukturen hinweg, vor allem auch mit Haus- und Fachärzten, unerlässlich ist.

Das Team des gerontopsychiatrischen Kompetenzzentrums und der Beratungsstelle im Verein ambet dankt allen Referierenden und Teilnehmenden gleichermaßen. Es hat uns wieder einen riesen Spaß gemacht!

Alle Vorträge sowie der Tagungsflyer als auch eine zusammengefasste Übersicht der Veranstaltung können im Bereich Dokumente abgerufen werden.

Im nächsten Jahr wird das Caritas Forum Demenz federführender Ausrichter sein. Der Termin steht bereits fest. Planen Sie den 18. November 2020 schon heute ein!

Natürlich freuen wir uns auch über persönliches Feedback. Vorschläge für weitere Veranstaltungen können ebenso an gb@ambet.de geschickt werden.